26/03/2026 0 Kommentare
Fröhlicher Realismus und neugieriger Respekt – der GKR nach der ersten Klausurtagung
Fröhlicher Realismus und neugieriger Respekt – der GKR nach der ersten Klausurtagung
# GKR

Fröhlicher Realismus und neugieriger Respekt – der GKR nach der ersten Klausurtagung
Am vergangenen Wochenende hat der neu gewählte Gemeindekirchenrat seine erste Klausurtagung in Kirchmöser durchgeführt.
Der Start war für die meisten von Müdigkeit nach einer anstrengenden Woche geprägt, aber schon nach den ersten Stunden Tagung am Freitagabend war eine positive, beflügelnde Stimmung zu erkennen. Diese konnten wir durch die weiteren Tage erhalten und auch intensivieren.

Die Agenda der Klausurtagung war voller organisatorischer und inhaltlicher Themen. Es wurden mögliche Einrichtungen und Vereine für Kollekten evaluiert und letztendlich der Kollektenplan für das verbleibende Jahr 2026 für die ganze Gemeinde verabschiedet. Anschließend haben wir uns mit den Ausschüssen und weiteren Beauftragungen und Entsendungen befasst. Wir haben hier überlegt, wo wir Prioritäten sehen, welche großen Baustellen es gibt, die bewältigt werden müssen, wer sich wie mit Kompetenzen einbringen kann. Wir haben aber auch geschaut, wer sich bereits in der Gemeinde in bestimmten Bereichen engagiert, Menschen, die wir weiterhin oder zukünftig mit einbinden wollen. Es wurden teils schnelle WhatsApp-Nachrichten geschrieben, Zustimmungen eingeholt und wir sind zügig zu Ergebnissen gekommen. Dann haben wir uns erlaubt, eine Nacht darüber zu schlafen.
Am Samstag haben wir einen Tagungsmarathon hingelegt. Der Vormittag war für die Diskussion zum Thema „Wie wollen wir zukünftig Gottesdienst feiern?“ reserviert. Aus Gemeindegesprächen und Rückmeldungen hatten wir den Wunsch mitgenommen, uns mehr Zeit zu geben und einiges noch einmal zu durchdenken. Wir haben hier offen, respektvolle und effiziente Diskussionen geführt und sind auf guten Lösungswegen. Wir werden zeitnah zu den weiteren Schritten und ersten Entscheidungen kommunizieren. Anschließend haben wir die Besetzung der Ausschüsse und Arbeitsgruppen, Entsendungen zu Kreissynoden und dergleichen finalisiert. Diese wurden am Sonntag dann auch formal wie folgt beschlossen:
- Bauausschuss
- Kirchenmusikausschuss
- Öffentlichkeitsausschuss
- zwei Kita-Ausschüsse
Die Ausschüsse werden gebeten bis Mai zusammenzukommen und einen Vorsitz zu wählen.
Nach dem Mittagessen haben wir uns überlegt, wie wir gern als GKR und Pfarrteam zusammenarbeiten möchten. Was ist uns wichtig, was sind unsere Erwartungen, wovor haben wir Respekt? Wir haben das mit schönen Worten wie „fröhlicher Realismus“ und „neugieriger Respekt“ beschrieben. Diese Worte sollen uns zukünftig tragen. Es war schön zu sehen, dass wir alle sehr ähnliche und ineinandergreifende Vorstellungen zur Zusammenarbeit haben. Das wird gut.

Weiter ging es mit etwas trockeneren Themen wir Besprechung und Erarbeitung unserer Geschäftsordnung und wie wir zukünftig unsere Protokolle verfassen wollen. Wir waren so im Flow, dass wir irgendwann verwundert feststellten, dass die Sonne langsam verschwand und das Abendessen bereits anstand. Kaum fertig, ging es direkt weiter mit Themen der Öffentlichkeitsarbeit und wie wir unsere Außenwirkung verbessern können – ganz konkret wird es ab Mai eine neue Farbwelt für unsere Gemeinde geben. Hierzu wird es noch genauere Einblicke in die Entstehung geben – nachzulesen im Nordlicht und auf der Website.
Geistlich begleitet durch die Klausur hat unser Pfarrteam die Tage mit Andachten am Morgen und am Abend. Am Sonntag haben wir einen Abendmahlsgottesdienst gefeiert. Die Zeit hat uns noch neben all den operativen Entscheidungen und Diskussionen immer wieder innehalten lassen und uns daran erinnert warum wir das alles tun. Nach dem Gottesdienst waren wir noch einmal sehr effizient und haben neun Beschlüsse in einer GKR-Sondersitzung gefasst.

Neben all diesen intensiven Stunden haben wir auch Zeit gefunden uns näher kennenzulernen, uns zu unterhalten und die Abende in geselliger Runde oder beim Spaziergang ausklingen zu lassen. Auch das war einer unserer Wünsche für die Klausur.
Entgegen des Freitagabends sind wir alle fröhlich motiviert und mit Tatendrang aus diesem Wochenende gegangen. Wir haben erleben dürfen, wie gut wir zusammenarbeiten können, dass sich all unsere Kompetenzen ganz wunderbar ergänzen und unterstützen. Dafür sind wir dankbar – auch der Gemeinde gegenüber, die in unseren Augen gut gewählt hat und uns so als leitendes Gremium zusammengebracht hat.
Die Aufgaben, die vor uns liegen, sind vielfältig. Sie sind und werden herausfordern. Und dennoch sehen wir viele schöne und aufregende Möglichkeiten Gemeinde mit Leben zu füllen und Kirche auch weiterhin in unserer Gesellschaft zu verankern.
Tobia Nooke
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